17. September 2015 | 2 min lesezeit

Neues vom ThoughtWorks Technology Radar

Thoughtworks Technology Radar präsentiert und bewertet in regelmäßigen Abständen aktuelle Technologietrends in den vier Bereichen Techniken, Plattformen, Tools und Sprachen/Frameworks. Damit bietet er interessierten Entwicklern und Architekten eine gute Möglichkeit am Puls der Zeit zu sein. Entsprechend unseres Schwerpunkts konzentrieren wir uns in der Vorstellung auf Web-Technologien, die aus unserer Sicht in Zukunft eine zentrale Rolle spielen können.

Im Bereich Techniken steht seit Mai Facebooks Flux Architektur im Fokus der JavaScript Entwicklung. Die Flux Architektur stellt eine Alternative zu herkömmlichen MV* Frameworks dar. Der unidirektionale Datenfluss zwischen den Systemkomponenten ist ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal zum bidirektionalen Ansatz in AngularJS und Backbone.js. Maßgeblich getrieben wurde die Entwicklung von Flux durch das Bestreben die Skalierbarkeit innerhalb der Facebookseite deutlich zu verbessern.
Realisiert werden Webanwendungen auf Basis der Flux Architektur oftmals in Kombination mit React. Dabei handelt es sich um ein relativ neues JavaScript Framework zur Entwicklung von Single-Page Applications (SPA), das HTML in einen reaktiven Datenfluß rendert. Da React nur die View Komponente im Blick hat, ist ein Einsatz in Verbindung mit anderen JavaScript Frameworks wie AngularJS ohne Weiteres möglich.

Ebenfalls neu im Bereich Techniken ist der offline first web application Ansatz. Dieser stellt eine von der Architektur unabhängige und sinnvolle Erweiterung für Webanwendungen dar. Durch geschicktes Caching von Ressourcen (HTML, CSS & JavaScript) soll die offline Verfügbarkeit einer Webanwendung sichergestellt werden. Dieser Mechanismus steht bereits bei allen aktuellen Browsern als Boardmittel zur Verfügung und bietet darüber hinaus die Möglichkeit den aktuellen Konnektivitätszustand eines Clients zu erkennen.

Eine gute Ergänzung zum offline first web application Ansatz ist die Indexed Database API, kurz IndexedDB, aus dem Bereich Tools. Während Web Storage als Ersatz für Cookies gedacht ist, können durch die clientseitige NoSQL Datenbank komplexe Anwendungsfälle realisiert werden. Für Anwendungen die mit der Vorgabe offline-first und einem lokalen Storage entwickelt werden, bietet sich der locale storage sync Ansatz als architektonische Lösung an. In diesem Fall kommuniziert die Anwendung nicht direkt mit dem Backend, sondern ausschließlich mit dem lokalen Storage. Die Synchronisierung zwischen dem lokalen Storage und dem Backend erfolgt über einen Hintergrundprozess.

JavaScript kommt schon seit längerem nicht nur client- sondern auch serverseitig zum Einsatz. Mit Java SE 8 wurde die Rhino JavaScript Engine durch Nashorn ersetzt. Mit der Nashorn JavaScript Engine kann nun auch JavaScript Code nativ (mit einer 100%igen ECMAScript 5.1 Konformität) auf der JVM ausgeführt werden. Hierdurch ergeben sich völlig neue Anwendungsfälle.

Last but not least möchten wir auf Swagger aus dem Bereich Tools verweisen. In den letzten Jahren hat die technologisch unabhängige Anbindung von Serveranwendungen über eine RESTful API enorm an Bedeutung gewonnen. Swagger bietet eine gute Möglichkeit dieses für Menschen lesbar zu dokumentieren und interaktiv zu testen.

Mehr zum Technology Radar findet ihr unter https://www.thoughtworks.com/radar.


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