24. April 2014 | 4 min lesezeit

Enterprise meets Mobile

Die mobile (R)Evolution hat längst begonnen und jeder, aber auch wirklich jeder möchte gerne mit dabei sein. Die Geschichte scheint sich zu wiederholen. Wie schon vor 15 Jahre im Web-Umfeld, findet man heute auch auf dem mobilen Markt die skurrilsten Lösungen. Anstatt den Kunden einen echten mobilen Mehrwert zu bieten, kopieren Unternehmen oftmals lediglich ihren Web-Auftritt – und dies auch noch eher schlecht als recht. Wie man es richtig macht und ganz nebenbei noch neue Kunden gewinnt? Ganz einfach ….

„Hilfe, wir bauchen eine App!“


Wir schreiben das Jahr 2014. Immer mehr Unternehmen erkennen die Notwendigkeit, ihre etablierten Online-Aktivitäten auch auf den nachweislich lukrativen Channel „Mobile“ auszuweiten. Soweit lobenswert. Die nun folgende, oftmals überstürzte Herangehensweise allerdings beschwört ein déjà vu herauf. Ähnlich wie vor ca. 15 Jahren im Web-Umfeld, der eine oder andere mag sich noch an die Goldgräberstimmung a.k.a. The Bubble erinnern, wird in vielen Unternehmen bei dem Übergang von Web zu Mobile häufig sehr viel Zeit und Energie – und somit natürlich auch sehr viel Geld – in rein technologische Überlegungen investiert, ohne dabei über einen wirklichen Mehrwert für den Kunden nachzudenken. „Wir brauchen eine App“ statt „Wir bieten einen mobilen Mehrwert“ ist in den meisten Fällen der zum Scheitern verurteilte Tenor.

Android vs. iOS oder lieber doch Windows Mobile? Native vs. Mobile Web oder gar Hybrid? Dies sind die Fragen, die man sich typischerweise stellt ohne dabei zum Beispiel die angedachten Zielgruppen, den mobilen Nutzungskontext oder die verfügbaren Entwicklerressourcen zu berücksichtigen. Nicht selten fallen die Entscheidungen am Ende nicht auf Basis fundierter Diskussionen und Erfahrungen sondern rein aus dem Bauch heraus. „Aus dem Bauch heraus“ kann in dem Fall durchaus bedeuten – und das haben wir nicht nur einmal erlebt – dass die Entscheidung bzgl.  zu unterstützender Devices deshalb auf iPad und iPhone fällt, weil dies das bevorzugte Tablet und Smartphone des Managements (oder dessen Frau und/oder dessen Kinder) ist.

Das Resultat der mobilen Bemühungen ist nicht selten eine schlechte 1:1.-Kopie des bestehenden Web-Auftritts, die den Anforderungen mobiler Nutzer in keiner Weise gerecht wird. Im günstigsten Fall führt dies lediglich dazu, dass bestehende Kunden aus dem Web aufs Mobile wechseln – oder eben auch nicht. Im ungünstigsten Fall dagegen gehen durch eine schlechte mobile Lösung bestehende Kunden verloren, da sie das Vertrauen in die Kompetenz und Zukunftssicherheit des Unternehmens verlieren. Dies gilt es unbedingt zu vermeiden. Oder anders formuliert: Eine mobile Enterprise Strategie muss her!

Was aber genau versteht man unter einer mobilen Enterprise Strategie? Zunächst einmal deutlich mehr als nur die Frage nach der richtigen Technologie. Denn wie soll die „richtige“ Technologie gefunden werden, wenn noch nicht einmal klar ist wofür? Im Rahmen unserer Funktion als Berater setzen wir – Mobile Strategie Experten der open knowledge GmbH – uns daher gerne in einer frühen Phase mit Vertretern von Unternehmen zusammen, die den Schritt in die mobile Welt wagen möchten und entwickeln gemeinsam mit ihnen eine mobile Vision inkl. mobiler Enterprise Strategie.

In einem ersten Schritt definieren wir dabei zunächst klare und gleichzeitig realistisch zu erreichende Ziele, denn hier hapert es schon bei vielen. Sollen zum Beispiel neue Zielgruppen erschlossen werden oder geht es eher um das Halten von Bestandskunden? Soll durch den Schritt in die mobile Welt das Markenimage gestärkt und so Zukunftsorientiertheit demonstriert werden? Dies sind nur zwei von vielen, vielen Aspekten, die es zu beleuchten gilt. In einem zweiten Schritt gehen wir hin und bestimmen gemeinsam mit dem Unternehmen die individuelle, mobile Zielgruppe. Diese kann sich durchaus von der bisherigen Web-Zielgruppe unterscheiden oder diese ergänzen.

Im Anschluss gilt es den mobilen Nutzungskontext zu bestimmen. Welche Nutzer sind mit welchen Geräten wann und wo „unterwegs“? Wird auf der Couch gesurft oder auf dem Weg zur Arbeit. Wird ein Tablet genutzt oder ein Smartphone? Ist man dabei eher online oder offline? Dies sind nur wenige von vielen Fragen, die es zu klären gilt, um so ein für den weiteren Verlauf unbedingt erforderliches, eindeutiges Bild des potentiellen Nutzerverhaltens zu bekommen. Zur Interpretation der Antworten können dabei die Seven Mobile Modes von Yahoo (2013), sowie Statistiken zum typischen „mobilen“ Tagesablauf – wo wird welcher Device-Typ zu welcher Tageszeit in welchem Kontext genutzt – extrem hilfreich sein.

Erst nach Klärung all dieser Fragen wird das eigentliche Problem des mobilen Nutzers – im Kontext der bereits definierten mobilen Vision – im Detail analysiert und im Anschluss nach einer wirklich passenden Lösung gesucht. „Wirklich passend“ ist dabei im Sinne von mobiler Mehrwert zu verstehen! Denn unser erstes und höchstes Ziel ist es, durch die mobile Strategie bestehenden Nutzern einen echten Mehrwert zu bieten und wenn gewünscht so zusätzlich neue Nutzer zu gewinnen.

Die sich nun anschließende Frage nach der passenden Technologie klärt sich aufgrund der im bisherigen Verlauf der mobilen Enterprise Strategie Beratung gewonnen Erkenntnisse häufig nahezu von selbst. Und die Wahl trifft – und dies wird vielleicht den einen oder anderen überraschen – nicht immer automatisch auf iPad und iPhone. Auch dann nicht, wenn dies die bevorzugte Gerätewelt des Managements ist. Denn in der Regel ist nicht das Management die Zielgruppe!

Ist nun klar was genau für welche technologische(n) Plattform(en) umgesetzt werden soll, stellt sich die Frage nach den Ressourcen. Kann das Projekt aus eigener Kraft heraus realisiert werden und wenn ja, sind dann im Vorfeld noch zusätzliche Fortbildungen oder Workshops notwendig? Oder gibt es externe Unterstützung, die genutzt werden kann. Nicht selten ist auch eine Mischung beider Varianten von Vorteil. So geben unsere Entwickler häufig in der Startphase eine Art Ramp-Up Unterstützung, übernehmen klar definierte Teile der Umsetzung oder unterstützen bestehende Teams begleitend bis zum Ende des Projektes. Natürlich ist auch ein vollständiges Outsourcing denkbar. In Kombination mit agilem Vorgehen auch dann, wenn – wie in den meisten Fällen – noch nicht zu 100% definiert wurde, wie die endgültige Lösung überhaupt aussehen soll. In einem solchen Fall sind regelmäßige Feedbackrunden der Schlüssel zum Erfolg.

Hält man sich an den eben beschriebenen Pfad und vertraut dabei auf die Erfahrung von etablierten Experten, dann ist der Weg hin zur mobilen Welt eine echte Bereicherung für jedes Unternehmen – und natürlich für dessen Kunden. Die anfänglich definierten Ziele und den mobilen Mehrwert stets im Blick ermöglicht die mobile Enterprise Strategie den neuen Channel „Mobile“ gewinnbringend für das eigene Unternehmen zu etablieren.

Die open knowledge GmbH ist seit mittlerweile 15 Jahren sowohl in der Enterprise als auch in der Mobile Welt zu Hause und hat dort nachweislich erfolgreich national wie auch international große Projekte für namenhafte Kunden durchgeführt (siehe auch Referenzen). Wir kennen beide Welten und deren speziellen Herausforderungen im Detail – insbesondere dann, wenn es darum geht Enterprise und Mobile sinnvoll und gewinnbringend miteinander zu verbinden: Enterprise meets Mobile ist unsere Welt.


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