1. Juli 2016 | 2 min lesezeit

Architektur-Speed-Dating

Am 09.06.2016 war Stefan Zörner von Embarc im Rahmen der Java User Group (JUG) Bremen/Oldenburg bei uns im Haus. In einem interaktiven Vortrag wurde gezeigt wie man Software-Architektur kommuniziert und welche essentiellen Bestandteile zu einem Architekturüberblick gehören.

Der interaktive Teil des Vortrags war das sogenannte „Architektur-Speed-Dating“, in dem das Gelernte direkt angewendet und das Kommunizieren über Architektur geübt werden konnte. Angelehnt an die Idee des zur Partnersuche bekannten Speed-Datings gab es zeitlich begrenzte Runden (zuerst acht und später zehn Minuten, da man sich so viel zu erzählen hatte), in denen man sich mit einem „wildfremden“ Entwickler unterhält bis ein Gong das Gespräch beendet. Im Unterschied zu einem normalen Speed-Dating war der inhaltliche Rahmen des Gesprächs jedoch vorgegeben. So hat man sich in den vier Runden gegenseitig einen Architekturüberblick über ein Projekt gegeben, das man aus seiner alltäglichen Arbeit gut kennt. Dabei wurde dieser Architekturüberblick mit jeder weiteren Runde erweitert bis dieser in der letzten Runde eine skizzierte Kontextabgrenzung, Qualitätsziele und Rahmenbedingungen, Lösungsstrategien und Architekturentscheidungen beinhaltete.

Natürlich war es mit dem zunehmenden Inhalt schwieriger den Zeitrahmen einer Runde einzuhalten. Also musste man entweder schneller reden oder sich gezielter auf die wesentlichen Inhalte seines Architekturüberblicks beziehen. Trotz allen Optimierungsversuchen waren die Diskussionspartner beim Erklingen des Gongs in der Regel allesamt noch sehr angeregt in den Gesprächen vertieft und hätten am liebsten noch etwas länger über den Architekturüberblick gesprochen. Ob dies bei regulären Speed-Datings ähnlich ist, kann ich mangels Erfahrung nicht beurteilen. Dennoch bezweifele ich, dass man dort eine ähnlich hohe „Match-Quote“ erreicht.

Zusammenfassend möchte ich festhalten, dass mir der Vortrag mit dieser ungewöhnlichen Methode gut gefallen und mir einige Denkanstöße für die Dokumentation von Architektur gegeben hat. Dank der Bereitschaft und Aufgeschlossenheit der Teilnehmer sind interessante Diskussionen zustande gekommen, in denen man üben konnte, die wesentlichen Aspekte und Designentscheidungen seiner Architektur zu kommunizieren. Darüber hinaus war es auch mal interessant zu sehen, mit welchen Projekten und Problemen die Kollegen alltäglich zu tun haben.


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