24. November 2021

Microservices, API & DDD Summit 2021 Hybrid

     

Vom 22. bis 24. November 2021 finden der Microservices, API und DDD Summit in Berlin und online statt.

open knowledge ist dieses Jahr mit fünf Workshops und einer Night Session dabei und einem entsprechend vielfältigen Programm aufgestellt.

Consumer-Centric API Design – Workshop

Arne Limburg auf dem API Summit (Montag)

APIs sind heutzutage der Kern von modernen Anwendungen. Wenn sie gut designt sind, können mit ihnen ohne großen Mehraufwand neue Geschäftsfelder erschlossen und neue oder geänderte Dienstleistungen angeboten werden. Zudem werden immer mehr Systeme als Microservices-Architekturen aufgebaut, wodurch der Stellenwert auch von guten internen APIs wächst.

Je mehr Nutzer ein API hat und je weniger der Anbieter eines APIs seine Consumer kennt, um so wichtiger wird es, leicht verständliche und leicht zu verwendende APIs anzubieten, die auch sinnvoll weiterentwickelt werden können. In diesem Workshop wird gezeigt, wie solche APIs aussehen müssen.
Wie müssen sich Clients verhalten, damit sie die Schnittstelle auch bei Weiterentwicklung reibungslos verwenden können? Ansätze wie API First und Consumer-driven Contracts versuchen, diesen Anforderungen gerecht zu werden. Diese werden in dem Workshop an praktischen Beispielen vorgestellt. Zudem wird demonstriert, wie eine Schnittstelle abwärtskompatibel weiterentwickelt werden kann, ohne sich in der Versionierungshölle zu verlieren.

Testing APIs und Microservices – Workshop

Arne Limburg auf dem Microservices Summit (Dienstag)

Enterprise Projekte bzw. die sich daraus ergebenen Herausforderungen sind per Definition komplex. Wie kann man ein solches System beherrschen und gleichzeitig kurze „Time-to-Market“-Zyklen realisieren, ohne sich dabei Regressionsfehler einzuhandeln? Dies geht seit jeher nur durch eine umfangreiche automatisierte Test-Suite, in die kontinuierlich auflaufende Fehler zurückfließen. Bewegt man sich in einer Microservice-Landschaft, wird es noch schwieriger. Ein Service muss nicht nur für sich alleine funktionieren, sondern auch im Zusammenspiel mit den anderen Services auf der jeweiligen Stage.
Da jedes Team unabhängig deployen kann, kann man sich darüber hinaus niemals sicher sein, welche Versionen der anderen Services gerade auf der konkreten Stage deployed sind. Erschwerend kommt hinzu, dass sich dadurch der Zustand des Gesamtsystems kontinuierlich verändert, so dass vollständige manuelle Abnahmetest desselben nicht mehr sinnvoll durchführbar sind.

Der Workshop zeigt anhand von lauffähigen Beispielen den Aufbau praktikabler Tests für Java Enterprise Projekte. Dabei werden alle Ebenen vom einfachen Unit-Tests über Datenbank-Tests und Schnittstellen-Tests bis hin zum Testen ganzer Microservice-Landschaften mit Consumer-Driven Contract-Tests gezeigt.

Eine auf Microservices basierende Architektur konsequent umzusetzen bedeutet, dass auch die Datenhaltung, also in der Regel die Datenbank, auf die verschiedenen Services verteilt werden muss. Nur so kann die angestrebte Unabhängigkeit der Services zur Entwicklungs- und Laufzeit erreicht werden. Ohne diesen Schritt dagegen, würde sich das Problem der starren Kopplung und der damit einhergehenden Abhängigkeiten einer monolithischen Architektur lediglich um eine Schicht nach unten, in die Datenbank, verlagern.

Was aber bedeutet das konsequente Einhalten des Database-per-Service Patterns und einer damit einhergehenden Verteilung der Datenhaltung in der Praxis? Und welche neuen Herausforderungen sind damit verbunden? Was ist zum Beispiel, wenn Daten einer Entität – vollständig oder in Teilen – in mehreren Services benötigt werden? Oder wie wird referenzielle Integrität über die Daten mehrerer Services hinweg realisiert? Und wie lassen sich serviceübergreifende Transaktionen realisieren – wenn überhaupt?

Dies sind nur einige von vielen Fragen, die wir im Rahmen des Workshops gemeinsam anhand praktischer Beispiele angehen wollen. Soviel sei vorab verraten: Ein Umdenken ist gefragt.

Micro Frontends – Probleme, Techniken, Lösungen – Workshop

Lars Kölpin-Freese auf dem Microservices Summit (Dienstag)

Mit Microservices ist der Trend, Geschäftsprozesse in einzelne Dienste zu unterteilen, zur Mode geworden. Durch die Teilung ist es möglich statt einer einzigen großen Software – dem Monolithen – viele kleine Dienste unabhängig voneinander von verschiedenen Teams zu entwickeln, betreiben und zu warten. Anders sieht es im Frontend aus: Statt vielen kleinen Diensten wird häufig eine einzige große Anwendung von einem einzigen Team entwickelt und betrieben. Die Idee von Micro Frontends ist, das Konzept von Microservices vom Backend auf das Frontend zu übertragen, in der Hoffnung von denselben Vorteilen zu profitieren.

Es ist aber natürlich nicht alles Gold was glänzt. So kommt auch das Konzept der Micro Frontends mit Kompromissen und Fallstricken einher. Im Workshop schauen wir uns deshalb die Probleme an, die mit der Einführung von Micro Frontends entstehen können. Damit verbunden stellen wir verschiedene Ansätze und Technologien vor, um das Konzept der Micro Frontends in die Praxis umzusetzen.

Maschinen ohne Gewissen: wenn KI auf Ethik trifft – Night Session

Lars Röwekamp auf dem Microservices Summit (Dienstag)

Maschinen haben kein Gewissen. Oder etwa doch? Immer wieder hört man von Fällen, in denen eine KI scheinbar „unethische“ Entscheidungen fällt oder für politische Zwecke missbraucht wird. Angefangen bei genderspezifischer Benachteiligung, über die Generierung und gezielte Verbreitung von Fake-News und Deep-Fakes bis hin zu offenkundigem Rassismus durch eine KI existieren unzählige Beispiele. Was aber genau steckt dahinter und wie können wir uns dagegen verwehren? Die Session zeigt einige populäre Beispiele auf und beleuchtet deren Hintergründe.

Eine KI ist nur so gut wie ihr Modell und die Daten, auf denen dieses basiert. Dies führt immer wieder zu überraschenden, ja sogar erschreckenden Resultaten bei deren Einsatz. Dabei bildet die KI nicht selten lediglich unsere Realität ab und spiegeln somit die Grundwerte unserer Gesellschaft wider, wie populäre Beispiele zeigen. Die Session zeigt einige Beispiele, in denen eindeutig einzelne Gruppen der Bevölkerung benachteiligt wurden und beleuchtet diese im Detail. Es wird aufgezeigt, wie wir alle durch Fake-News und Deep-Fakes manipuliert werden und welche Initiativen zum Schutz und zur Regulierung angedacht sind.

Auf geht’s in die Cloud: „Das kann doch nicht so schwer sein!“ – Workshop

Lars Röwekamp auf dem Microservices Summit (Mittwoch)

„Cloud is the new Normal”, so Andrew R. Jassy (CIO AWS). Was also liegt näher, als genau jetzt den Schritt in die Cloud zu wagen? Denn schließlich wollen wir ja alle irgendwie ein klein wenig „normal“ sein. Aber ist dieser Schritt wirklich so einfach, wie uns die verschiedenen Cloudanbieter glauben machen? Lässt sich eine klassische Enterprise-Architektur einfach so in die Cloud überführen oder bedarf es neuer Cloud-spezifischer Architekturmuster? Wie kann uns das Cloud Maturity Model dabei helfen? Und was steckt eigentlich hinter Akronymen wie IaaS, PaaS, BaaS, SaaS und FaaS?

Im Rahmen des Workshops werde ich eine klassische Enterprise Anwendung Schritt für Schritt in die Cloud migrieren und dabei die verschiedenen Stufen / Reifegrade des Cloud Maturity Models durchlaufen. Angefangen bei „Lift & Shift“ bis hin zu „Cloud Native“ und „Cloud Voodoo – aka Serverless“.

Hier geht’s zum vollständigen Programm des API Summit, DDD Summit und Microservices Summit.

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