5. Oktober 2017 | 3 min lesezeit

Java Forum Nord – Weiterbildung 2.0

Ein Teamausflug der anderen Art!

Unser Team beim Java Forum Nord

Zum Glück arbeite ich in einem Unternehmen, in dem wir die Philosophie leben, dass Weiterbildung zur Arbeitszeit gehört. Normalerweise mit dem gesamten Team, zuhause im open space, doch dieses Mal in kleiner Runde in Hannover – beim Java Forum Nord!

Wie auch schon im letzten Jahr, fand das Forum im Dormero Hotel statt und war vollständig ausverkauft – 28 Talks in 4 Slots, mit anschließendem Social Event, permanentem Buffet und reichhaltigem Mittagessen. So hat nicht nur der Kopf, sondern auch der Magen immer etwas zu tun.

Die Talks – Quantität über Qualität?

Die erste Frage, die sich mir bei so einer Menge an Talks stellt – Was soll ich mir anhören und was bringt mich weiter? Für mich können die meisten Talks, aufgrund der kurzen Präsentationszeit, nicht weiterführend sein. Daher lohnen sich aus meiner Sicht eigentlich nur Themen, von denen ich am Rande schon Mal etwas gehört habe oder die besonders „hip“ sind. Hier habe ich dann die Chance, mehr als nur „schon mal gehört“ zu erfahren. Für mich persönlich waren das Themen „React und TypeScript“ oder Themen die eher auf der Metaebene zu finden sind wie „Brain Patterns“ interessant.

Sehr gut war der „React und TypeScript“ Vortrag, der einen seichten Einstieg in das Thema liefern konnte. Ich habe sehr viele Informationen erhalten, welche nicht zu technisch waren. Auch der letzte Talk vor meiner Heimreise „Selbstorganisierte agile Teams“ hat einige Anregungen geliefert, wie man die Idee von selbstorganisierten Teams in der Praxis umsetzen könnte. Allerdings halte ich einige der Vorschläge nur dann für umsetzbar, wenn man in einer „Sonnenschein-Welt“ lebt, in der die Teams zum einen sehr stark zusammenarbeiten und zum anderen auch in ihrer Konstellation stets bestehen bleiben. Außerdem ist es meiner Meinung nach unbedingt notwendig, dass diese Teams auch tatsächlich personelle Entscheidungen treffen dürfen und die Verantwortung dafür tragen.

Die Qual der Wahl

Ungünstig an der Organisation der des diesjährigen Java Forum Nord war der Ton im Saal 1, welcher in den hinteren Reihen kaum zu hören war. Alles andere war sehr gut organisiert. Für die Inhalte der einzelnen Talks sind die Organisatoren natürlich nicht verantwortlich. Hier gab es aus meiner Sicht den einen oder anderen Vortrag, den man sich hätte sparen können.

Gerade der Abstract zur Session „Brain Patterns“ klang sehr interessant. Ich hatte gehofft, dass der Vortrag mir etwas mitgibt, was ich in der Praxis gebrauchen kann oder mir zumindest mehr Verständnis für mein Handeln aufzeigt. Leider war der Vortrag aus meiner Sicht wenig informativ und hatte wenig mit der Ankündigung zu tun. Im Vortrag selbst wurden zwar unterschiedliche Regionen des Gehirns „analysiert“, Erkenntnisse für den Alltag wurden davon aber nicht abgeleitet. Zwar habe ich gelernt, dass beispielsweise die Region für den physikalischen Schmerz auch für den sozialen „Schmerz“ zuständig ist, was für mich aber kein Pattern ist. Meine Erwartung an praktischen Beispielen wurde daher leider nicht erfüllt.

Alles in allem hat sich der Konferenzbesuch auch in diesem Jahr wieder sehr gelohnt! Unter den von mir besuchten Talks gab es nur einzelne Ausreißer. Die hohe Qualität der anderen Vorträge hat für mich deutlich überwogen.

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